Keyhole-Technology
Das kleine Runde - die Baugrube der Zukunft
Kronenbohrgerät CD 650
Das Kronenbohrgerät CD 650 wird für eine zylindrische Bohrung mit 650 mm Durchmesser in der Straßenoberfläche oder im Gehweg aus Asphalt oder Beton zwecks Erstellung einer Keyhole-Baugrube eingesetzt. Der dabei gewonnene Bohrkern wird als Ganzes entnommen und nach Abschluss aller Arbeiten passgenau mit einem Spezialmörtel wieder eingesetzt. Durch diese Vorgehensweise wird der Aufbruch minimiert und die Straßenoberfläche nachhaltig geschont; denn die kreisrunde Form des Keyholes verursacht im Vergleich zu einer eckigen Baugrube bedeutend geringere Spannungen im Straßenoberbau. Dadurch können Rissbildungen und Frostschäden im Fugenbereich weitgehend verhindert werden. Das Kronenbohrgerät gibt es in 2 Ausführungen:

Kronenbohrgerät CD 650/450
- maximaler Durchmesser der Bohrkrone 650 mm 
- maximale Länge der Bohrkrone 450 mm
 
Kronenbohrgerät CD 650/600:
- maximaler Durchmesser der Bohrkrone 650 mm 
- maximale Länge der Bohrkrone 600 mm (bei gleichzeitiger Nutzung einer kleinen Bohrkrone)

 
Nach dem Bohren des Asphalt- oder Betonkerns kommt ein Saugbagger zum Einsatz, der das sogenannte Keyhole, ohne Beeinträchtigung von Fremdleitungen bis unterhalb der Leitungstiefe erstellt. Der Aushub wird im Vergleich zu einem eckigen Kopfloch mit 1,5 m x1,5 m Kantenlänge um ca. 680% reduziert. Gleiches gilt auch beim Bodenaustausch mit Verfüllmaterial. 
 
Über den hydraulischen Nebenantrieb des Saugbaggers kann der Kronenbohrer betrieben werden. Das Handling erfolgt über den Saugarm. Ein Schnellkupplungssystem ermöglicht mit wenigen Handgriffen den Wechsel zwischen Kronenbohrer und Saugrohr. Der Antrieb des Kronenbohrers ist aber ebenso über ein anderes Trägergerät (Mobilbagger, Radlader) oder mit der Hydraulikstation TT M9-25 möglich. 
 
Aus der Keyhole-Baugrube wird die Hausanschlussleitung grabenlos neu verlegt oder renoviert. Dabei kann bei kurzen Bohrlängen bis 15 m mit überwiegend geradem Bohrverlauf eine GRUNDOMAT Erdrakete vom Anschlussraum im Keller des Hauses bis in das Keyhole eingesetzt werden. Bei längeren Bohrungen bis 25 m und schwierigem Bohrverlauf ist die gesteuerte GRUNDOPIT K HDD-Keyholebohrtechnik gefragt. Das Keyhole ist aber ebenso für das Berstverfahren zur Erneuerung einer Leitung mit dem GRUNDOTUGGER 250 nutzbar oder für die Renovierung im Lining-Verfahren. Keyhole-Baugruben eignen sich auch zur Reparatur von partiellen Leitungsschäden (Rohrbruch, defekte Armaturen, Schieberkappen heben usw.). Dazu werden ein oder mehrere Kronenbohrungen zur Erstellung einer Baugrube angeordnet. Auch hier können die Bohrkerne abschließend wieder in die „Keyholes“ eingebaut werden.


Vorteile 
  • Einfache baustellengerechte Konstruktion, geringe Rüstzeiten, leichter Transport
  • Geringe Investitions- und Betriebskosten
  • Hohe Fertigungsqualität, lange Lebensdauer
  • Einmannbedienung
  • Antrieb über eine Hydraulikstation oder kostengünstig über ein Trägergerät (Saugbagger, Lkw, etc.)
  • Hohe Arbeitssicherheit durch Einhausung der Bohrkrone, Not-Aus-Funktion und Stromwarngerät (optional) für bessere Sicherheit beim Schneiden im Bereich von elektrischen Leitungen
  • Schnelle Ausrichtung für senkrechte Bohrungen mittels 3-Punkt Einstellung über Verstellspindeln
  • Hohe Standfestigkeit auf der Oberfläche durch einen zulässigen Auflagerdruck des Trägergeräts von bis zu 600 kg.
  • Justierbare Bohrtiefenanzeige
  • Bohrtiefenvorschub über großes Handrad; Das Heben und Senken kann sehr gut kontrolliert werden.
  • Nassbohrung mit Wasserspülung, bei Einsatz mit einem Saugbagger kann die Suspension sofort abgesaugt werden, d.h. keine Oberflächenverschmutzung (optional)
  • Rechts- und Linkslauf wählbar. Wahl über Handhebel, Rotationsstart im Rechtslauf über Fußpedal.
  • Kontrolle von Drehmoment und Vorschub über Manometer; schützt vor dem Verkanten der Bohrkrone und minimiert deren Verschleiß.
  • Bohrkronen für Asphalt oder Beton, wahlweise auch mit Mischbesatz.

Systempartner



Anwender